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Favoriten (Bezirk in Wien, Österreich), Wappen

Favoriten (Bezirk in Wien, Österreich), Wappen

Der zehnte Bezirk führt einen sechsteiligen Schild. Neben den einzelnen Bezirksteilen Favoriten, Oberlaa, Rothneusiedl, Unterlaa und Inzersdorf-Stadt in fünf Wappenschilden zeigt der aufgelegte Herzschild das Wappen des gesamten Bezirks Favoriten.

Bezirk Favoriten
Die Spinnerin am Kreuz symbolisiert den Bezirk Favoriten.
Der Schild des Bezirks ist quergeteilt in eine rote und eine silberne Fläche. In der Mitte des Schildes ist ein spätgotisches Steinmonument abgebildet. Die "Spinnerin am Kreuz" ist neben dem Wasserturm Wahrzeichen des 10. Bezirks. Das Monument wurde 1452 von Hanns Puchspaum errichtet.
Den Namen verdankt der 10. Bezirk dem heutigen Theresianum. Das einstige kaiserliche Lustschloss trug den Namen "Favorita".

Favoriten (alter Bezirksteil)
Der Apostel Johannes steht für den alten Bezirksteil Favoriten. Das Wappen stammt aus dem Jahr 1905.
Auf rotem Hintergrund erstreckt sich ein silbernes Kreuz. Davor ist der Heilige Johannes Evangelist abgebildet. Er trägt ein blaues Gewand und einen grünen Mantel. In seiner rechten Hand hält er eine goldene Schreibfeder, in der linken ein goldenes Evangelienbuch. Er wird von einem Adler begleitet, der auf seiner rechten Seite sitzt.
Dem Heiligen Johannes ist die Kirche auf dem Keplerplatz geweiht.

Oberlaa
Die Wappenfigur, die Heilquellen und Kureinrichtungen symbolisiert, steht für den Bezirksteil Oberlaa.
Auf blauem Hintergrund ist ein silberner Schalenbrunnen abgebildet. Zwei einander entgegengesetzte Fontänen entspringen dem Brunnen und symbolisieren die Heilquellen und Kureinrichtungen in Oberlaa.
Zunächst wurde der Name "Laa" für Unterlaa verwendet. Dort ist der Name seit 1182/85 urkundlich belegt. Laa (oder Lâ, Loch, Lach) bedeutet "niedriger Buschwald". Im Mittelalter bedeckten sie die Hänge des Laaerbergs.

Rothneusiedl
Die Wappenfigur des roten Ringofens symbolisiert den Bezirksteil Rothneusiedl.
Auf blauem Grund ist ein roter Ringofen abgebildet. Darunter liegt ein geschwungener, silberner Bachlauf. Das Wappen steht für die Favoritner Industrie. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte sie den ersten Aufschwung durch den Abbau der Tegellager des Wiener- und Laaerberges zur Ziegelproduktion.
Der Name bezeichnet ein neu angelegtes Siedlungsgebiet. Erstmals beurkundet ist "Newsidel" 1301. Das Beiwort "Roth" ist möglicherweise von dem stellenweise roten Erdboden herzuleiten. Andere Deutungen gehen von einer Benennung nach den dort errichteten Rohziegelbauten aus.

Unterlaa
Das Malteserkreuz steht als Symbol für Unterlaa.
Auf goldenem Hintergrund liegt ein rotes Malteserkreuz. Es bezieht sich auf das Malteserkreuz auf dem Turm der Unterlaaer Kirche. Der Ritterorden (Johanniterorden, später Malteserorden genannt) kaufte Ende des 13. Jahrhunderts die Herrschaft "Lô" und errichtete eine Kirche und ein Spital.
Unterlaa war ursprünglich ein Straßendorf, das sich an einer Uferzeile der Liesing bildete.

Inzersdorf-Stadt
Die mit Ähren besteckte Weintraube steht für den Bezirksteil Inzersdorf-Stadt.
Auf rotem Hintergrund ist eine goldene Weintraube mit grünem Blatt abgebildet. Sie ist mit drei goldenen Ähren besteckt. Damit wird der Acker- und Weinbau symbolisiert, der seit dem Mittelalter hier betrieben wird.
Im zwölften Jahrhundert entstand die selbstständige Ortsgemeinde "Imicinesdorf". Es gibt weitere Bezeichnungen, die vom Personennamen "Imizi" herrühren - dem mutmaßlichen Dorfgründer. /www.wien.gv.at/


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